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Liebe Freundinnen und Freunde, dear women, dear friends,
auf dieser Homepage finden Sie wichtige Informationen über die 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, die vom 4. – 8. März 2011 an der Bolivarischen Universität in Caracas, Venezuela statt gefunden hat.
On this hompage you will find essential information on the 1. World Women’s Conference of women of rank-and-file which has taken place from March 4th to 8th 2011 at the Bolivarian University of Caracas / Venezuela.
Fragen, neue Informationen und neue Artikel von euch:
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Neu
Rechenschaftsbericht zur 1. Europakonferenz am 7. Januar in deutsch, englishch und französisch
Brief und Bericht von Melona Daclan von "Defend Job" zu ihrem Aufenthalt in Deutschland und den Kampf bei Triumpf um die Arbeitsplätze
Beides siehe Kasten News
Presseerklärung zur 1. Europakonferenz am 07.Januar 2012 zur Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Venezuela
Download:
http://www.weltfrauenkonferenz.de/images//pressemitteilung%20kaempferischer%20frauenrat%20europakonferenz.pdf
Presseerklärung zum 2. bundesweiten Vorbereitungstreffen für den 10. Frauenpolitischen Ratschlag vom 15. bis 16. September 2012
Download:
http://www.weltfrauenkonferenz.de/images//presseerkl%C3%A4rung%20k%C3%A4mpferischer%20frauenrats%20zum%20frauenpolitischen%20ratschlag.pdf
Aktuelles: Resolution 1 der Europakonferenz:
Resolution der Europakonferenz der Weltfrauen
Wir europäische Delegierte der Weltfrauenkonferenz sind stolz und begeistert über das erfolgreiche Pilotprojekt der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen im März 2011 in Caracas, trotz aller Widrigkeiten, Fehler und Probleme. Die Weltfrauenkonferenz hat unsere Herzen erwärmt und unseren Geist angeregt. Auch wenn die Basisfrauen materiell arm sind, sind sie doch reich an Kraft, Erfahrungen und Visionen.
Wir werden als Weltfrauen in Europa an der Umsetzung der Resolution von Caracas arbeiten und insbesondere mit der Arbeit zu den drei gemeinsamen Kampftagen 8. März, 1. Mai und 25. November die kämpferische Frauenbewegung in unseren Ländern stärken. Das Positive dieser Konferenz werden wir bewahren, höher entwickeln und die Fehler überwinden:
• Wir bekräftigen die Dokumente - Aufruf und Prinzipien - der Weltfrauenkonferenz und werden auch in Zukunft auf dieser Grundlage arbeiten.
• Die Teilnahme am Massenprogramm und Generalversammlung muss jeweils für alle möglich sein. Sie dürfen sich nicht überschneiden. Für beides muss ausreichend Zeit sein, z. B. jeweils zwei Tage. Zuerst die Workshops, dann die Generalversammlung.
• Wir bestehen auf klaren Meinungsbildern und auf die Möglichkeit, durch Abstimmungen demokratische Entscheidungen herbei zu führen.
• Von Sitzungen des weltweiten Komitees müssen Protokolle beschlossen und veröffentlicht werden. Sie müssen auch aufgetauchte Meinungsverschiedenheiten fest halten.
• Wir kritisieren die Verfälschung des Konsensprinzips, wodurch Minderheiten den Anderen – der Mehrheit - ihre Meinung aufzwingen konnten. Z. B. standen 225 kolumbianische Frauen in 6 Bussen an der Grenze und die venezolanische Regierung ließ sie nicht passieren. Die große Mehrheit der Generalversammlung wollte eine Resolution dazu, aber sie wurde nie geschrieben, weil einige wenige Frauen der Meinung waren, das würde die venezolanische Regierung provozieren. Das war ein undemokratisches Verhalten, das wir kritisieren.
• Wir kritisieren das undemokratische Verhalten derjenigen, die die Kurdinnen und ihre Kritik auf der Weltfrauenkonferenz unterdrückt haben. Das hat gegen unsere Prinzipien verstoßen und wir erwarten von den Verantwortlichen, dass sie sich dazu noch selbstkritisch äußern. Das darf nie wieder vorkommen. Dieser Fehler muss wie Feuer brennen. Spaltung von uns Frauen dient immer nur den Herrschenden.
• Wir bestehen auf einem gleichberechtigten und multilateralen Vorbereitungs- und Organisationsprozess für die Vorbereitung und Durchführung der Weltfrauenkonferenz 2016. Gastgeberinnen müssen sich künftig bei ihrer Bewerbung verpflichten, gleichberechtigt, multilateral und solidarisch mit allen Trägerinnen der Weltfrauenkonferenz zusammen zu arbeiten sowie über die Entwicklung in ihrem Land zu informieren und über Probleme zu berichten.
• Die Initiatorinnen bzw. Koordinatorinnen müssen künftig gegenüber den Frauen offen sein, sie auch über Konflikte informieren, Publizität herstellen und sich mit den Frauen aus ihren Ländern oder Kontinenten beraten.
• Wir möchten für die zweite Weltfrauenkonferenz ausdrücklich auch organisierte Frauen und ihre Organisationen ansprechen. Wir müssen den Eindruck vermeiden, dass mit „Basisfrauen“ nur die unorganisierten Frauen gemeint sind. Organisationen müssen auf der Weltfrauenkonferenz die Möglichkeit haben, sich darzustellen und zusammenschließen zu können. Wir wollen noch mehr Frauen und Organisationen aus ganz Europa gewinnen. (Linke, revolutionäre) Parteien werden bei uns nicht ausgegrenzt, sondern sind willkommener Bestandteil, wenn sie gleichberechtigt und überparteilich arbeiten.
Wir arbeiten daran, europaweit in jedem Land Komitees der Weltfrauen zu fördern und uns gegenseitig zu informieren. Wir schlagen den Komitees in den einzelnen Ländern vor, Jahresprogramme ihrer Arbeit zu machen und die anderen Länder über die Website darüber zu informieren.
Wir bilden ein Europakomitee. Seine Aufgabe besteht in der Koordinierung der europaweiten Arbeit. Sie ist an die Beschlüsse der Europakonferenzen gebunden.
Wir streben ein europaweites einheitliches Auftreten an den drei Aktionstagen an, ggf. mit einem einheitlichem Aufruf, Slogans, Emblemen … Das künftige Europakomitees soll rechtzeitig Vorschläge machen und ein Meinungsbild herstellen.
Die Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz und des Europatreffens sollen breit publiziert und bekannt gemacht werden, aber auch an die UNO und unsere Regierungen gegeben werden, um unserer Bewegung eine starke Stimme zu verleihen.
Die neue Webseite, die bisher in Deutschland geführt wurde, wird einfach zu bedienen und mehrsprachig sein und im Lauf des nächsten Jahres sollen alle Komitees der Weltfrauen in Europa das Recht bekommen Beiträge einzustellen. Dafür werden wir eine Ausbildung anbieten.
Wir sollten eine Hymne der Frauen der Welt komponieren und eine große Ausstellung über Leben und Kampf der Frauen erstellen. Wir schlagen einen internationalen Songcontest auf der Weltfrauenkonferenz 2016 vor, um dort das schönste Lied zur Hymne der Frauen der Welt zu wählen.
Die EU ist weltweit eine Region riesigen Reichtums, aber durch die Herrschaft der mächtigen europäischen Konzerne und ihrer Regierungen ein mächtiger reaktionärer Pol und wir Weltfrauen in Europa bieten ihr die Stirn. Die EU wälzt brutal die Lasten der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Massen, insbesondere auf die Frauen, Arbeiter und Kinder ab. Am brutalsten merken wir das bisher in Griechenland. Die EU und der ganzen „Schengen-Raum“ schottet sich ab gegen Migrationsströme aus anderen Ländern ab, obwohl Armut, Hunger und Unterdrückung in diesen Ländern oftmals durch die imperialistischen Staaten verursacht sind. Die EU-Konzerne und Regierungen zerstören die Umwelt & bauen erkämpfte Errungenschaften wieder ab. Sie betrügen die Menschen und unterdrücken die Kämpfe der Massen mit repressiver Staatsgewalt. Mit Hilfe der antikommunistischen Kampagne der EU wird versucht, sie davon abhalten, über gesellschaftliche Alternativen und revolutionäre Veränderungen nachzudenken.
Die Masse der Frauen steht im Visier dieser reaktionären Politik. Sie wird doppelt ausgebeutet und unterdrückt, Frauen werden vergewaltigt oder getötet, viele sind zur Flucht gezwungen.
Aber die Frauen stehen auf und organisieren sich, stehen im Zentrum der Kämpfe. Der „Arabische Frühling“ als Aufstand für Demokratie und Freiheit hat uns begeistert und beeindruckt. Inzwischen sehen wir mit Sorge, dass die Ziele dieser Aufstände, erste Errungenschaften und insbesondere die zentrale Rolle der Frauen wieder mit Füßen getreten werden. Damit werden sich die Frauen in den arabischen Ländern niemals abfinden und wir sind solidarisch und zutiefst verbunden mit ihnen. Wir sind solidarisch mit allen Frauen der Welt, die besonders unterdrückt sind und das bringen wir in einer extra Resolution zum Ausdruck.
Wir würden es begrüßen, wenn die nächste Weltfrauenkonferenz in Asien stattfindet, wo sich Millionen von Frauen für ihre Rechte organisieren. Wir werden dafür kämpfen, dass überall auf der Welt die Ziele der Weltfrauenkonferenz bekannt und ernst genommen werden.
In diesem Sinne wollen wir zusammenarbeiten mit allen Frauenorganisationen und Strömungen der internationalen Frauenbewegung, wo diese Ziele auf offene Ohren stoßen. Erfüllen wir die Schlussresolution von Caracas mit Leben: Der Internationalismus muss Leitlinie in unserem ganzen Alltag werden.
Einstimmig und ohne Enthaltung beschlossen von den anwesenden Delegationen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweiz am 07.02.2012
Download Resolution 1:
http://www.weltfrauenkonferenz.de/images//120109%20resolution%20der%20europakonferenz%20vom%2007-01-2012.pdf
Resolution 2 der Europakonferenz:
Für Frauenrechte, Demokratie und Freiheit!
Weltfrauen im Widerstand gegen Repression und Staatsterror
Wo immer die Frauen der Welt aufstehen, rebellieren – da zeigen die herrschenden Systeme ihr wahres Gesicht: Unterdrückung, Mobbing, Vergewaltigung, Inhaftierung, Morddrohungen sind brutale Realität.
Brennpunkte diese Repression mit Massakern und zahlreichen politischen Gefangenen sind derzeit weltweit Länder wie Syrien, Ägypten, Palästina, die Philippinen und Kurdistan.
Wir sind mit allen Kämpfen und Kämpferinnen für Demokratie und Freiheit solidarisch! Was als "arabischer Frühling“ bezeichnet wird ist für uns eine demokratische Aufstandsbewegung, die unsere ganze Solidarität genießt. Wir sind empört, wenn die Errungenschaften der demokratischen Aufstandsbewegung und die Rolle der Frauen darin inzwischen mit Füßen getreten wird.
Die Frauen und Mädchen der Welt werden sich niemals mit ihrer Unterdrückung abfinden!
Ein Brennpunkt der Repression ist aus der Sicht von uns Weltfrauen in Europa derzeit Kurdistan. In der Türkei und Nordkurdistan werden täglich 5 Frauen von ihren Liebhabern, Männern oder Familienmitgliedern ermordet. Gegenüber dieser Gewalt und Ungerechtigkeit ist die türkische Regierung nicht nur untätig, sondern selbst Akteurin der Gewalt. In der Türkei und Nordkurdistan gibt es gegen die kurdische Befreiungsbewegung und insbesondere gegen die Frauen massive Unterdrückung durch die Regierung. Allein im Jahr 2011 wurden 700 Frauen verhaftet, weil sie politische Aktivitäten unternommen haben. Diese Frauen sind Lehrerinnen, Journalistinnen, Anwältinnen und Professorinnen, Hausfrauen und Arbeiterinnen.
Der türkische Staat hat eine grausame Kriegsmethode gegen Kurdistan verwendet. Kurdistan, wo es 12.000 „Verschwundene“ gibt. Wo man chemische Waffen an Guerillas testet. Der vorläufige grausame Höhepunkt ist die Ermordung von 35 Bauern, davon 19 noch Kinder. Das kann nur als Massaker bezeichnet werden, wogegen wir entschieden protestieren.
1. Wir verurteilen die Haltung der türkischen Regierung bzgl. seiner Unterdrückung und der Zufügung des Leids
2. Als Europakonferenz protestieren wir gegen die politische Unterdrückung der Frau, gegen das Machtgehabe des Landes Türkei.
Als erste Europakonferenz der Frauen nach der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas protestieren wir gegen diese Repression und fordern, dass die Schuldigen aus allen Ämtern entlassen und streng bestraft werden.
Gelsenkirchen, den 07. Januar 2012
Download Resoultion 2:
http://www.weltfrauenkonferenz.de/images//resolution%20f%C3%BCr%20demokratie%20und%20freiheit%2007-01-2012b.pdf
Neuerscheinung:
Gestreikt. Gefeuert. Gekämpft. Gewonnen.
- Die Erfahrungen der "Emmely"-Kampagne -
siehe Kasten "News"
Berichte / reports 25. November 2011:
Bitte auf diesen Link klicken:
http://www.weltfrauenkonferenz.de/images//berichte%20reports%2025.%20november%202011%20erg%C3%A4nzt.pdf
26.11.2011:
Neue Frauenorganisation in Marokko gegründet:
Guten Tag, meine liebe Monika, ich grüße
Dich herzlich, ebenso wie die anderen Freundinnen.
Ich
möchte Dich informieren, dass wir in Rabat, Marokko, eine Basisfrauenbewegung
gegründet haben, die im Wesentlichen für das Wohlergehen der armen Arbeiter-
und Bauersfrauen und ihre extreme Ausbeutung kämpft. Wir haben die Bewegung « ANNISSAE KADIMATE » genannt,
der Name bedeutet « Die Frauen kommen ». Die Bewegung ähnelt Eurer
Frauenbewegung „COURAGE“, die in Deutschland aktiv ist.
Der
Unterschied zwischen dieser Bewegung und den anderen Frauenbewegungen in Marokko
liegt darin, dass sie den Frauen hilft, ihr Klassenbewusstsein zu verbessern
und ihr Schicksal in die Hand zu nehmen, um gegen die Ausbeutung zu kämpfen,
während die anderen Bewegungen nur zur Verteidigung der
bürgerlich-feministischen Rechte und gegen religiöse Diskriminierung antreten.
Die
erste Tätigkeit dieser Bewegung begann am Samstag, den 26. November 2011 mit
der Begehung des weltweiten Tags gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2011. Wegen der Parlamentswahlen, die am Freitag,
den 25. November stattfanden, konnten wir diese Aktion nicht am gleichen Tag organisieren.
Diese
Wahlen verhalfen der „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ islamischer
Tendenz zum Erfolg
Bis bald!
Artikel mit Bildern - siehe Kasten "News"
Bericht über die Veranstaltung mit Melona
R. Daclan, Gewerkschafterin aus den Philippinen in Schwäbisch Gmünd:
„Fight violence against women“
Eine Vertreterin der Triumpf-Textilarbeiterinnen von den
Philippinen berichtet
Melona Duclan spricht langsam und deutlich. Ihr Englisch
haben viele der über 30 Anwesenden schon übersetzt, ehe sie zu Ende gesprochen
hat. Ihre Hände begleiten ihren Bericht über den Kampf der Textilarbeiterinnen
von Triumpf International in Manila, Philippinen, mit schüchterner Bewegung:
„1663 Beschäftigte, hauptsächlich Frauen, erhielten am 4. Juli 2009 den Brief mit
ihrer Entlassung. Sie traten in den Streik, der über ein Jahr dauerte.“ Melona
berichtet, wie die Näherinnen zuerst, während sie Streikposten standen, mit
alten Nähmaschinen der Firma Solidaritätstaschen nähten. Dann wurden Polizei
und Schlägertrupps auf sie gehetzt. Die Maschinen wurden zerstört, die Frauen
von den Werkstoren vertrieben. Sie nähten zuhause weiter. Über den
Frauenverband Courage werden die Taschen auch in Deutschland vertrieben. Der
Erlös hat einer Frau geholfen, die Miete zu bezahlen. „Der Verkauf der Taschen“,
betont sie, „dient als Einnahmequelle während des Streiks, aber auch der
Verbreitung ihres Kampfgeistes und der Idee der Solidarität.“
Doch Solidarität ist keine Einbahnstraße. Als in der
späteren Diskussion eine Rednerin berichtet, dass der Betrieb in dem sie
arbeitet, ein Hersteller von Halbleitern, gerade dabei ist, Arbeitsplätze nach
Manila zu verlagern, bietet Melona an, auf den Philippinen über ihre Auseinandersetzung
zu berichten.
Sieben bis neun Euro verdienen die Frauen in Manila am Tag;
nötig wären 15 Euro. Sie produzieren über 10.000 Stück BHs oder Unterwäsche,
haben somit dazu beigetragen, Triumpf International weltweit auf Platz 1 zu
halten mit einem Umsatz von 1,6 Mrd. US$. Der Konzern versucht dafür seit
Jahren ihre Gewerkschaft zu zerschlagen: „Union busting“ – ein Motiv für
Verlagerung?
Das kommt nicht gut an am Montagabend im IG
Metall-Gewerkschaftshaus in Schwäbisch Gmünd. Das ehemalige Stammhaus von
Triumpf International in Heubach, das zur Verwaltungsstelle gehört, beherbergt
heute lediglich noch eine Modellschneiderei: „Im Ostalbkreis waren traditionell
die Metall- und Miederindustrie stark vertreten. Von einst 8000 bei Triumpf in
Deutschland Beschäftigten sind gerade noch 2000 übrig, während weltweit die Zahl
von 2000 auf 13.000 Beschäftigte stieg“, erinnerte Roland Hamm bei der
Eröffnung der Veranstaltung. „Die Arbeiterbewegung muss sich international
zusammen schließen“, war seine Schlussfolgerung, die dem Inhalt des ganzen
Abends entsprach.
Organisiert hatten den Abend die IG Metall Ostalb, die
„Deutsch Philippinischen Freunde“, die Internationale Frauenversammlung
Schwäbisch Gmünd, „Solidarität International“ und der Frauenverband Courage,
für dessen Aufbau und für die Fahrtkosten von Melona 144,50 Euro gespendet
wurden.
Bericht aus Pakistan über eine Kampagne zum Tag der Gewalt gegen Frauen:
(APTUF, Pakistanische Allgemeine Gewerkschaftsföderation)
Liebe Freundinnen und Freunde,
viele Grüße von der Pakistanischen Allgemeinen
Gewerkschaftsföderation!
Wie Ihr wisst ist es anerkannt, dass Gewalt gegen Frauen
einen weit verbreiteten und groben Verstoß gegen die Menschenrechte darstellt,
der in allen Ländern und allen sozialen Schichten der Gesellschaft verbreitet
ist. Das machte auch auf die Tatsache aufmerksam, dass Gewalt gegen Frauen
nicht das Ergebnis ist von zufälligem, individuellem Fehlverhalten, sondern
vielmehr seine tiefen Wurzeln in den strukturellen Verhältnissen der
Ungleichheit zwischen Frauen und Männern hat. Der Bericht warf ein Licht
darauf, was in großem Maße verheimlicht und aus subjektiven oder scheinbar kulturellen
Gründen akzeptiert wurde, da geeignete Menschenrechtsstandards fehlen.
Sexuelle Gewalt existiert in vielfältigen Formen, sowohl in
körperlicher, sexueller, psychologischer, als auch in wirtschaftlicher. Sie
zeigt sich in der asiatisch-pazifischen Region in Form von Gewalt in der
Familie wie der häuslichen Gewalt, Vergewaltigung in der Ehe, schädlichen
traditionellen Praktiken und „Ehrenmorden“, wie auch in den Kommunen als
sexuelle Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz oder in grenzüberschreitenden
Zusammenhängen, wie bei dem Handel mit Frauen und Mädchen. Dies sind nur einige
Beispiele, wobei die Gewalt gegen Frauen darüber hinaus noch in zahlreichen
anderen Formen existiert.
In Pakistan wurden in 2010 um die 8.500 Fälle sexueller
Gewalt vermerkt. Aber die Ineffektivität des pakistanischen
Strafverfolgungssystems wirkt sich nicht nur auf die innere und internationale
Sicherheit aus, sondern ist auch ein wesentlicher Faktor, der zur sexuellen Gewalt
in Pakistan beiträgt und sie fördert.
Ich rufe alle Organisationen und Gewerkschaften nicht nur in
Pakistan, sondern auch in der ganzen Welt dazu auf, Schritte dahin zu
unternehmen, um die sexuelle Gewalt in ihrer Gesellschaft zu beenden.
Die Pakistanische Allgemeine Gewerkschaftsföderation /
Organisation der arbeitenden Frauen kämpft hart dafür, diesem Fluch in unserer
Gesellschaft ein Ende zu bereiten. Die APTUF/WWO organisiert eine „sechzehntägige
Kampagne gegen sexuelle Gewalt“, die am 25. November 2011 beginnt und
am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, endet.
Wir hoffen, ihr seid erfolgreich in Eurem Kampf.
Rubina Jamil
Generalsekretärin
Pakistanische Allgemeine Gewerkschaftsföderation (APTUF)
Präsidentin
Organisation der
arbeitenden Frauen (WWO)
Organisation der
arbeitenden Frauen
Sechzehntägige Kampagne zur „Aktivität gegen sexuelle
Gewalt“ vom 25. November bis zum 10. Dezember 2011
Vom Frieden zu Hause zum Frieden in der Welt
Gewalt gegen Frauen ist ein ständiges und allgemeines Problem,
dass in jeder Kultur und und jeder sozialen Gruppe auftritt. Weltweit wurde
mindestens eine von drei Frauen in ihrem Leben bereits geschlagen, zum Sex
genötigt oder in anderweitiger Form missbraucht – in den meisten Fällen von
jemandem, den sie kennt, einschließlich eigener Familienmitglieder, Arbeitgebern
oder Mitarbeitern. Gewalt gegen Frauen wird als der „derzeitig am meisten
vorherrschende Verstoß gegen Menschenrechte auf der Welt“ bezeichnet. Aus
diesem Grund hatte die Frage der sexuellen Gewalt erste Priorität auf der
zweiten weltweiten Menschenrechtskonferenz in Wien im Jahre 1993, wie auf der
vierten Weltfrauenkonferenz im Jahre
1994.
Die sechzehn Tage der Aktivitäten gegen sexuelle Gewalt vom
25. November (Internationaler Tag gegen die Gewalt an Frauen) bis zum 10.
Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) sind eine weltweite Kampagne,
mit der eine Haltung gefördert wird, aufzustehen gegen sexuelle Gewalt und zur
Mobilisierung für die Menschenrechte der Frauen. Das Motto ist in diesem Jahr „Vom
Frieden zu Hause zum Frieden in der Welt: Kampf dem Militarismus und Schluss
mit der Gewalt gegen Frauen“. Die Kampagne ehrt die Verteidigerinnen
der Menschenrechte, die aufgrund ihrer Aktivitäten Einschüchterung und Gewalt
erfahren haben.
Das Hauptanliegen der Kampagne ist es, Menschen,
Gewerkschaften, Berufsorganisationen, die Jugend, Journalisten und Richter
darüber zu informieren und in der Frage zu erziehen, wie dieser Fluch das Leben
der Frauen beeinträchtigt und sie zurück stößt in die Steinzeit.
Während der Kampagne wird die APTUV/WWO den Blick der
Öffentlichkeit auf dieses Thema lenken und Menschen dazu motivieren, ihre
Stimme gegen dieses Verbrechen zu erheben.
Die jährlichen Aktivitäten der WWO/APTUF drehen sich um ihre
Grundfragen, legen aber eine größere Betonung auf die Sensibilität der Frage
der Gewalt gegen Frauen; sie organisieren eine Reihe von Aktivitäten, um
Menschen darin zu motivieren, ihre Stimme gegen dieses Verbrechen zu erheben.
Anstelle dieser Aktivitäten wird APTUF eine „sechzehntägige Kampagne
gegen die Gewalt an Frauen“ vom 25. November bis zum 10. Dezember 2011
organisieren. Im Folgenden das Programm der Aktivitäten:
2.
Veröffentlichen von Postern,
Flugblättern und Stickern gegen Gewalt an Frauen
3.
Versand von Artikeln über sexuelle
Gewalt an verschiedene Zeitungen
4.
Kundgebungen an den Werkstoren vor
verschiedenen Industriebetrieben in Lahore, Sheikhupura
5.
Briefe an die Regierungsbehörden
mit der Forderung nach unverzüglichen Maßnahmen, um die Gewalt an Frauen zu
beenden
6.
Sketche und Theaterstücke in den
Vierteln, wo Arbeiterinnen leben
7.
Protest am 10. Dezember, dem Tag
der Menschenrechte
Die oben genannten Aktivitäten dauern vom 25. November
bis zum 10. Dezember 2011.
volllständiger Bericht zum Download unter "News"
Bericht von der IWA zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen:
On the International
Day to End Violence Against Women (IDEVAW)
WOMEN RIGHTS GROUP TO PHIL JUSTICE DEPARTMENT AND
PRES. AQUINO: FILE THE CADAPAN-EMPENO CASE IN COURT, PROSECUTE AND PUT
GMA-PALPARAN TO JAIL FOR RIGHTS VIOLATIONS VS WOMEN
As women all over the
world commemorate the International Day to End Violence against Women(IDEVAW)
today, November 25, women rights group Tanggol Bayi (Defend Women)-Philippines
called on President Benigno “Noynoy” Aquino III and the Dept. of Justice to
file the Cadapan-Empeno case in court initiated by the relatives of women human
rights defenders Sherlyn Cadapan and Karen Empeno and render justice to victims
by prosecuting former Pres. Gloria Macapagal Arroyo and Major Gen. Jovito
Palparan for cases of human rights violations.
Vollständiger Bericht mit Bildern siehe Kasten "News"
Read more under "News"
On the INTERNATIONAL DAY FOR THE ELIMINATION OF VIOLENCE AGAINST WOMEN
WOMEN-VICTIMS OF STATE VIOLENCE REMEMBERED;
CALLS FOR JUSTICE AND PROSECUTION OF ARROYO MOUNTED
At the start of the so-called 16 days
of activism, the militant women’s group GABRIELA held a protest action in
Mendiola on the occasion of the International Day for the Elimination of
Violence Against Women to remind the Aquino government that former President
Arroyo is yet to account for the violence and injustices of her regime against
women. “For nine years, women have become victims of State violence under
a woman leader. They are yet to exact justice from Arroyo and now their
number is still growing under the Aquino regime. Culture of impunity and
violence still reigns under Aquino government through its Oplan
Bayanihan,” said Lana Linaban, Secretary General of GABRIELA.
Read more under "News" - vollständiger Bericht siehe Kasten News
Dies ist ein Aufruf an alle Frauen in Japan und in der Welt!
Tretet in die Fußstapfen der Frauen aus Fukushima!
Dies ist ein landesweiter
Aufruf zum Handeln!
Schließt Euch uns an!
“Es ist höchste Zeit,
dass wir das Schweigen brechen!”
Frauen quer durch unser Land
werden Stellung beziehen
und mit
Sitzstreik protestieren!
Der Frauenverband Courage erhielt Nachricht aus Tokio mit der
Bitte um Unterstützung der Dauerkundgebung gegen AKWs und für Evakuierung
der Kinder aus der Umgebung von Fukushima vor dem Wirtschaftministerium in
Tokio vom 30. Oktober bis 5. November 2011:
"Im März ist ja der große Reaktorunfall in Fukushima passiert und hat die
Welt bewegt. Auch hier in Japan, in der Demonstrationen immer den Anruch des
Illegalen haben und deshalb höchst selten passieren, hat sich doch eine
vergleichsweise große Bewegung gegen den Weiterbetrieb der laufenden und erst
recht gegen den Bau neuer Atomkraftwerke formiert. Immer wieder sind kleine
Demonstrationen in verschiedenen Orten durchgeführt worden, die größte und für
japanische Verhältnisse fast unglaubliche ja vor knapp einem Monat in Tokyo mit
rund 60.000 TeilnehmerInnen.
Auch hier in Sapporo – wir sind glücklicherweise etwa 550 km von Fukushima
entfernt – gibt es mehrere Kreise, die versuchen, Öffentlichkeitsarbeit zu
machen und außerdem per Gericht gegen den Weiterbetrieb des ca. 70 km
entfernten AKWs Tomari vorgehen ...
Vom 30. Oktober bis zum 5. November findet vor dem mächtigen
Wirtschaftsministerium (METI) in Tokyo eine Dauerkundgebung gegen AKWs
allgemein und für die Evakuierung der Kinder aus dem besonders betroffenen
Gebiet im Speziellen statt... Kaori hatte mich nun gebeten, ob ich versuchen
kann, aus Deutschland Solidaritäts- und Grußadressen zu organisieren. Es ist
geplant, weltweit aus möglichst vielen Ländern solche Adressen zu bekommen, um
sie dann dort auf der Kundgebung vorzulesen.
Hier der Aufruf in Englisch:
http://www.weltfrauenkonferenz.de/images//womans%20sit%20in%20-%20flugblatt.pdf
Stadtfrauenkonferenz München / Brigitte Ziegler
Koordinierungsgruppe des kämpferischen Frauenrats
Deutschland / Anne Wilhelm
Bundesvorstand Frauenverband Courage Deutschland7Linda Weissgerber
17.10.2011
An die Weltfrauen
Liebe Weltfrauen,
Ausgehend von der Stadtfrauenkonferenz München haben wir
Frauen des kämpferischen Frauenrats aus Deutschland gemeinsam mit dem
Frauenverband Courage einen Aufruf zum Tag gegen Gewalt an Frauen 2011
entwickelt, den wir euch heute vorstellen wollen.
Der 25. November ist ein internationaler Kampftag, den wir
gemeinsam begehen wollen, so wie wir es mit der Abschlussresolution der
Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas/Venezuela beschlossen
haben.
Wir haben ihn auf unserer Homepage zur Diskussion gestellt
und alle Frauen in Deutschland, die Interesse daran haben, aufgerufen sich
einzubringen.
Wir möchten ihn jetzt auch euch vorstellen und würden uns
sehr freuen, wenn jedes Land den Aufruf mit einem charakteristischen Satz
ergänzen würde. Schickt ihn uns bis zum 20. Oktober 2011 zu und wir arbeiten
ihn ein. So entsteht ein weltweites Gemeinschaftswerk! Was meint ihr dazu?
Mit herzlichen Grüßen
Stadtfrauenkonferenz München, Brigitte Ziegler
Koordinierungsgruppe des kämpferischen Frauenrats
Angelica Urrutia, Karola Kücken, Anne Wilhelm
Bundesvorstand Courage Linda Weissgerber
Hier unser Aufruf:
Aufruf zum Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.November
2011
Gegen Gewalt an Mädchen und Frauen - weltweit!
Der 25.November ist der Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form
von Gewalt an Frauen.
Hintergrund für die Entstehung des Aktionstags war die
Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der
Dominikanischen Republik durch Soldaten des Diktators Trujillo. Die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresia Mirabal stammten
aus der Gegend von Santiago, Dominikanische
Republik. Sie gehörten einer angesehenen Familie an.
Zusammen mit ihren Ehemännern unterstützen sie die Gruppe Agrupación política
14 de junio (Bewegung des 14. Juni), die den Sturz des Diktators Rafael Trujillo plante. Innerhalb der Gruppe waren die
Schwestern als Las Mariposas (Die Schmetterlinge) bekannt. Die „Hermanas
Mirabal“ (Schwestern Mirabal) gelten heute in der Dominikanischen Republik als
Symbol für den Widerstand gegen die Diktatur. Die Schmetterlinge wurden so zum
Symbol des 25. November!
Auf der ganzen Welt erleben wir Gewalt gegen Mädchen und
Frauen allein aufgrund ihres Geschlechts.
Frauenhandel ist eine der größten Profitquellen auf dieser Welt und
betrifft ausnahmslos alle Länder: Frauen
werden unter falschen Versprechungen als Arbeitssklavinnen und als
Zwangsprostituierte aus ärmeren Ländern verschleppt in reichere Länder, z.B.
nach Deutschland. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) geht davon aus,
dass die Einnahmen weltweit pro Jahr 31,6 Mrd. Dollar betragen.
Massenvergewaltigungen in Kriegshandlungen zur Demütigung
des Gegners gehören nach wie vor zum Alltag, ob in Afghanistan, im Irak, im
Kongo, in Somalia.
Im Iran z.B. werden Frauen nach wie vor gesteinigt. Die
iranische Sportjournalistin Maryam Maid, die u.a. auch wegen ihres Eintretens
für Frauenrechte im Iran bekannt ist, wurde ins berüchtigte Evin-Gefängnis
verschleppt Sie wollte zum Eröffnungsspiel der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft
nach Deutschland reisen, kam dort nicht
an und ist bis heute nicht auf freiem Fuß.
Auch in Deutschland gibt es viele Formen der Gewalt an
Mädchen und Frauen, wenn auch nicht in
erster Linie in ihrer offen extremen Form. 40 000 Frauen und Kinder suchen jährlich Zuflucht vor häuslicher Gewalt oder
Zwangsheirat in Frauenhäusern. In Deutschland gibt es pro Jahr 12 registrierte so genannte Ehrenmorde (SZ, 1.8.2011)
Sexualität als Ware und Werbeträger ist alltäglich, ebenso wie eine Flut von
Pornografie in den Medien. Sie verschafft Männern Gefallen daran, über Frauen
zu herrschen und übt gleichzeitig Druck auf Mädchen und Frauen aus, sich
gängigen Schönheitsidealen zu unterwerfen, untergräbt ihr Selbstbewusstsein und
soll ihre Gedanken daraus ausrichten stets anderen zu gefallen. Sexismus, die
Loslösung der Sexualität aus den zwischenmenschlichen Beziehungen, ist eine der
subtilen und allgegenwärtigen Formen der Gewalt gegen Frauen.
Mobbing und sexistische Anmache gehört im bundesdeutschen
Arbeitsleben zum Alltag weiblicher Beschäftigten.
Gewalt gegen Frauen ist aber auch die strukturelle Gewalt
der Ausbeutung, der erzwungenen Migration, des Staatsterrors und der
politischen Verfolgung – bis hin zur Inhaftierung und Ermordung von
Widerstandskämpferinnen auf der ganzen Welt.
Ausdruck des gewachsenen Selbstvertrauens vieler Frauen auf
der Welt ist, dass der von der UNO 1981
ins Leben gerufene Aktionstag inzwischen
in vielen Ländern mit aufsehen erregenden Aktionen begangen und ein
fester Gedenktag geworden ist. 2011 stehen im Mittelpunkt die mutigen Frauen
der Aufstandsbewegungen in Nordafrika und im Nahen Osten, die Kämpferinnen in
Kurdistan, die sich das Recht erkämpfen
, als gewählte Vertreterinnen im türkischen Parlament ihre Plätze einzunehmen.
Wir fordern an diesem Tag: Ausbau der Frauenrechte weltweit,
freier Zugang zur Schulbildung für alle Frauen und Mädchen, freie Berufswahl,
gegen jede Form von Unterdrückung durch familiäre, religiöse, gesellschaftliche
und politische Strukturen.
Auf der ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen wurden
drei weltweite Kampftage beschlossen. Einer davon ist der 25.11. als
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Machen wir den 25.11.11, 100 Jahre
nach dem 1. internationalen Frauentag, zu einem unübersehbaren Widerstandstag
der Frauen in Deutschland, zu einem Meilenstein für die Befreiung der Frau! Und
am stärksten sind Frauen und Mädchen, wenn wir uns dauerhaft organisieren.
Lasst uns enger zusammenarbeiten und die kämpferische Frauenbewegung zu einer
unübersehbaren und zukunftsweisenden Kraft machen – hier und international!
Hier ein Vorschlag für ein Layout zu unserem Aufruf:
http://www.weltfrauenkonferenz.de/images//aufruf%20zum%20tag%20gegeng%20gewalt%20an%20frauen%202011%20-%20layoutvorschlag.pdf
Aufruf von Ceni zum 25. November 2011 - Tag der Gewalt gegen Frauen:
Liebe Frauen,
im Anschluss an unser
Vorbereitungstreffen zur Frauendemonstration anlässlich des Internationalen
Frauentages gegen Gewalt an Frauen, die am 19.11. in Köln stattfinden wird,
haben wir einen Aufrufentwurf verfasst. Bitte teilt uns bis zum Freitag, den
28.10. mit, ob ihr den Aufruf unterstützen möchtet und ggf.
Änderungsvorschläge habt. Danach werden wir den Aufruf in den Druck geben.
Wir freuen uns jetzt schon
auf eine gemeinsame kraftvolle Demo!
Mit solidarischen Grüßen
die CENÎ-Frauen
_________________________________________
CENÎ
Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
Kurdish Women's Office for Peace
Corneliusstrasse 125
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Hier der Aufruf von Ceni zur Demonstration anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen
in Köln am 19. November 2011:
Aufruf zur Demonstration
anlässlich des
Internationalen Tags gegen jegliche Form von Gewalt an Frauen
am 19.11.2011 - Beginn: 13:00 Uhr – Ebertplatz, Köln
Stoppt den Feminizid! Gemeinsam für ein Leben in Freiheit
und Selbstbestimmung!
Am 25. November 1960 wurden die Schwestern Patria, Minerva
und Maria Teresa Mirabel in der Dominikanischen Republik durch
Geheimdienstmitarbeiter vergewaltigt und ermordet. Im Gedenken an die drei
Schwestern, die entschlossen gegen die
Diktatur in ihrem Land Widerstand geleistet und für die Rechte von Frauen
gekämpft hatten, erklärten Frauenbewegungen den 25.11. zum „Internationalen Tag
gegen jegliche Form von Gewalt gegen Frauen“. Jedoch dauert die Gewalt gegen
Frauen unvermindert an, und genauso wie die Schwestern Mirabel kämpfen auch
heute Frauen weiterhin in allen Teilen der Welt um ein Leben in Würde und
Freiheit.
Die geschlechtspezifische Gewalt gegen Frauen ist grenzen-,
klassen-, nationen- und religionsübergreifend und ihre Auswirkungen sind
tödlich. Seit mehr als 5000 Jahren wird weltweit ein regelrechter Krieg gegen
Frauen geführt, der in seiner Dauer und seinem zerstörerischen Ausmaß alle
„offiziellen“ Kriege übertrifft. Im Kapitalismus wurde der Feminizid unter dem
Schein angeblicher „individueller Freiheiten“ verschleiert und perfektioniert.
Weltweit sterben mehr Frauen im Alter zwischen 14 und 44 Jahren durch
Männergewalt als durch Unfälle, Krankheiten oder Kriege. Dabei werden 70 %
aller ermordeten Frauen durch ihre Partner, bzw. Ex-Partner ermordet.
Einige Fakten dieses unbenannten Krieges, der auch als
Feminizid bezeichnet werden kann:
Jede dritte Frau wird in ihrem Leben einmal vergewaltigt,
geschlagen, oder auf andere Weise misshandelt.
Weltweit wurden schätzungsweise 130 Millionen Frauen genital
verstümmelt. Jedes Jahr erleiden weitere 2 Millionen Frauen dieses Schicksal.
Mehr als 60 Millionen Frauen „fehlen“ auf der Welt als Folge
von geschlechtsselektiven Abtreibungen und Mädchenmorden.
Jährlich werden schätzungsweise 5.000 Frauen im Namen der
„Ehre“ ermordet.
4 Millionen Frauen und Mädchen werden weltweit jährlich zum
Zweck der Heirat, Prostitution oder Sklaverei verkauft.
Vergewaltigung wird in allen Kriegen systematisch als Waffe
eingesetzt. Vergewaltigung geht mit Ausbeutung, Vereinnahmung, Beschlagnahmung,
Fremdbestimmung und Kolonialisierung auf der Grundlage sexistischer und
militaristischer Ideologien einher.
Ziel aller dieser Formen von Gewalt gegen Frauen ist,
unseren Freiheitswillen zu brechen und uns zum Schweigen zu bringen. Doch wir
wehren uns laut und deutlich!
Deshalb arbeiten wir als Frauen daran, unsere Organisierung,
Kampf und Solidarität international weiter zu stärken!
Deshalb initiierte die kurdische Frauenbewegung die Kampagne
„Stoppt den Feminizid!“, denn die Frauenbefreiung ist das Fundament der
gesellschaftlichen Befreiung und des Aufbaus der Demokratischen Autonomie, der
sich derzeit trotz pausenlosen Bombenangriffen, Militäroperationen und
Massenverhaftungen in Kurdistan vollzieht!
Deshalb organisieren Frauen den Widerstand gegen
imperialistische Kriege, autoritäre Regime und Besatzung!
Deshalb wehren sich Frauen, wie die Triumph-Arbeiterinnen
auf den Philippinen gegen illegale Entlassungen und verteidigen mit Streiks
und Fabrikbesetzungen ihre
Arbeitsplätze!
Deshalb sind in
diesen Tagen Frauen im Widerstand gegen das kapitalistische System an aller
Orten der Welt auf der Straße und sagen: „Occupy Wall Street – Besetzt die
Zentren der Macht!“
Wir wollen eine Welt ohne Unterdrückung, Ausbeutung und
Krieg, in der Frauen ihr Recht auf ein freies und selbstbestimmtes Leben
verwirklichen können!
Gegen Sexismus, Rassismus und das Kapital kämpfen Frauen international!
Kurdisches Frauenbüro für Frieden – Ceni e.V.,….
Unterstützerinnen:
Weitere aktuelle Neuigkeiten:
Frauen-Gang lehrt Männer das Fürchten
Indiens rabiate Frauen-Gang Gulabi verweist
gewalttätige Ehemänner und korrupte Polizisten in die Schranken. Mit viel
Ironie: Gulabi meint rosa und soll das süße weibliche Wesen symbolisieren.
Kran Nr. 85 – Busan - Korea
Informationen
zu einer tapferen Frau
und einem wichtigen Kampf der koreanischen Hafenarbeiter
(Korrespondenz
aus England):
… Ich
würde Euch gerne auf Folgendes aufmerksam machen: den Kampf einer sehr erfahrenen
und engagierten Gewerkschaftsführerin in Busan. Busan ist die zweitgrößte Stadt
Südkoreas, eine Industrie- und Hafenstadt, mit dem größten Anteil an
Arbeitermigranten einschließlich der Migranten aus Bangladesh. Die Gewerkschaftsführerin
heißt KIM, Jin Suk Sie ist Bildungssekretärin der Koreanischen Konföderation
aller Gewerkschaften (KCTU) seit sie gesetzeswidrig von ihrer Firma, Hanjin
Schwerindustrie und Bau (Hanjin Heavy Industries and Construction HHIC)
entlassen wurde weil sie unermüdlich Kampagnen durchführt Koreas Gewerkschaften
zu demokratisieren.
Jin Suk hat als Schweißerin bei HHIC gearbeitet,
bevor sie ihre Arbeit verlor. Hanjin, die auch tätig sind bei den weltweiten
Kargo- und Schiffslinien (Ihr seht deren Container überall auf der Welt) hatte
bereits zuvor 400 Arbeiter gezwungen, „freiwillig“ auf ihre Arbeitsplätze zu
verzichten. . Dann, im letzten Jahr entließen sie willkürlich 170 Arbeiter
entlassen. Von diesen 170 Arbeitern akzeptierten 76 die Entlassung, aber die
anderen protestierten und sie kämpfen seit mehr als einem Jahr beharrlich
darum, wieder auf ihren Arbeitsplätzen eingestellt zu werden, sie haben keine
andere Arbeit und keinerlei Lohn.
Um die Aufmerksamkeit der
Koreaner auf ihren Kampf und ihr Leiden zu richten, entschied sich Jin Suk, in
einem der größten Hafenkräne (Kran Nr. 85) allein zu campen, jetzt bereits mehr
als 4 Monate; ohne Zugang zu einer richtigen Toilette, einem Bad und sogar ohne
Strom (erst vor kurzem wurde ihr die Elektrizität wieder angeschlossen), so
wollte das Management von Hanjin sie zur Aufgabe ihres Kampfes zwingen.
Hier die vollständige Korrespondenz:
http://www.weltfrauenkonferenz.de/images//korea-%20%20kran%20nr%2085.pdf
Internationale Frauenallianz gegründet:
The International Women’s Alliance (IWA) is waging a fight against widespread hunger, poverty, deterioration of social welfare, unemployment, landlessness, human rights abuses, and militarization, on top of discrimination and different forms of violence against women.
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